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Jahr: ab 1909
Bemerkung:
ArtikelNr. 9966

 

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Bruno Jacubeit (1899-1961), Konvolut zum Tabakfunktionär und Gönner von Oskar Loerke und wohl auch Georg Kulka

Kleines Konvolut aus einem Nachlass, Thema ist Bruno Jacubeit.

- Buch mit Besitzerstempel der „Ite Jacubeit, Berlin-Frohnau, Kreuzritterstr.6“ (Schulz, Natur-Urkunden Heft 5 Vögel, Parey 1909)

- s-w-Abzug 26x28cm, „German Tobacco Tour, Washington Easter 1936“ (gezeigt Vertreter der deutschen Tabakindustrie vor dem Kapitol in Washington DC, USA, ganz vorne Jacubeit)

- Portrait des Bruno 1941, handschr. signiert auf Passepartout von Photographin Elsa Erdmann (auf Karton 25x31cm) / kleines Photoalbum um 1980, gezeigt der „Loerkesteig“ in Berlin-Reinickendorf (situiert nahe der Kreuzritterstraße)

- Herrn Bruno Jacubeit zum 40jährigen Arbeitsjubiläum am 1.August 1960, von Herrn Hanns Schultes, bei einer Feier im BdZ-Büro am 3. August 1960 (maschschr. Text, 4 Blatt, 4°, Klammerheftung, Jacubeit wurde nach dem Krieg Geschäftsführer des BdZ, Bundesverband der Zigarrenindustrie)

- Druck des Gedichtes „Ein Wiegenlied bey Mondschein zu singen“ (des Matthias Claudius) auf gerolltem Blatt à ca. 26x70cm, eingelegt in Papprolle worauf handschr. „Fenne Jacubeit“; aufgeführt sind 5 Frauennamen mit Datum und Ortsname, nämlich Brigitte, Renate, Gabriele, Anita und Martina (Daten 1923-1925, Orte Charlottenburg, Potsdam, Wien und Wannsee. Gewidmet von Georg Kulka. Kulka (1897-1929) war ein österreichischer Schriftsteller, der 1922-1923 im Verlag Kiepenheuer in Potsdam arbeitete. 1929 nahm er sich in Wien das Leben, begraben ist er indes in Potsdam. Was die Frauen (handelt es sich um Geburten?) mit Franziska (Fenne) Jacubeit und Kulka zu tun haben, bleibt unklar. Genauso unklar ist, ob sich Kulka in seiner Potsdamer Zeit mit Jacubeit angefreundet hatte.

Jacubeit war als junger Mann 1920 im „RdZ“ („Reichsverband Deutscher Zigarrenhersteller“, später BdZ) eingetreten und hatte schnell die Geschäftsführung übernommen. Käthe und Bruno Jacubeit mit ihren Kindern Martin, Friederike und Franziska (Fenne) waren Loerkes Nachbarn in der Kreuzritterstraße. Jacubeit und Loerke spielten vierhändig Klavier, sie besuchten Opernaufführungen und Konzerte, der Anwalt versorgte Loerke mit Wein und Zigarren und ermöglichte ihm 1938 den Besuch des Bachfestes in Leipzig.

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