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Jahr: |
1915-1916 |
Bemerkung: |
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ArtikelNr. |
5418 |
E-Mail
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Soldbuch Armierer 1915-1916. Regierungsbaumeister Pirl, Bezirkskommando Plauen
Soldbuch, 8x13cm, kartoniert, 16 Seiten. Berieben, fleckig, falzig, S. 1/2 mit kleinem Eckausriss (mit Textverlust), sonst gut. Beiliegend ein 1948 ausgegebenes Dokument des Arbeitsamtes Chemnitz.
Das Soldbuch wurde ausgestellt am 14.4.1915 für den Regierungsbaumeister Friedrich Martin Pirl, geb. 1884 zu Ebersbach in Sachsen. Pirl trat am 20.3.1915 beim sächsischen Armierungsbataillon 23 ein. Am 31.3.1916 versetzte man ihn zum sächsischen Armierungs-Bataillon 70. Auf S. 4 heisst es: „Am 31.3.16 zur 5. Komp. Arm.Batl.70 versetzt. Am 3.10.16 zwecks Arbeitsaufnahme als Regierungsbaumeister b. Landbauamt Plauen i.V. Zum F.114 [?] versetzt und am 3.10.16 z. Bezirkskommando Plauen i.V. Im Marsch gesetzt. ….“ Auf dem vorderen Deckel innen steht, von Hand geschrieben, ohne Datierung: „Zum Feldheer abgesandt an Ers.Batl.Inftr.Regt.No. [Nummer nicht ausgefüllt] …. für den Buchführer jetzt zuständiger Ersatztruppenteil: 1. Ersatz Bataillon Inf.Regiment 114 in Konstanz“.
Sonst finden sich im Soldbuch nur Vermerke zu Orden und Impfungen.
Der Fachmann Pirl hatte offensichtlich nicht an der Front, sondern in der Heimat seinen Mann gestanden. Weshalb im Soldbuch der Zeitpunkt des Dienstaustrittes nicht aufgeführt ist, bleibt ebenso rätselhaft wie die Frage, ob er jemals in Konstanz beim IR 114 eintrat.
Wahrscheinlich ist seine Militärzugehörigkeit nur eine formale Sache gewesen: Ende Januar 1919 wurde Pirl vom “außerplanmässigen Regierungsbaumeister” der Elektrizitätsverwaltung Sachsens zum “planmässigen Regierumgsbaumeister” ernannt (Zentralblatt der Bauverwaltung, Ausgabe 1.2.1919), er dürfte niemals an der Front gewesen sein.
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