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Jahr: um 1940
Bemerkung:
ArtikelNr. 4644

 

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Ferdinand Barlog: 6 Wehrmachts-Postkarten um 1940

6 s-w-Ansichtskarten aus einem Nachlass. Je 9x13cm, Druck auf kartonstarkem Papier; als Feldpost gelaufen von März bis Mai 1940 von Feldpost-Nummer 09174 nach Hildesheim. Etwas berieben und falzig, Personennamen verso mit schwarzem Stift durchgestrichen, sonst guter Zustand.

Die 6 Cartoons wurden wohl vor 1940 geschaffen. Texte: „Heute nacht hab ich von dir geträumt“, „Magenfahrplan ...“, Und hab ich noch solch vollen Magen, Liebesgaben kann ich immer vertragen“, „Das Leben ist am schwersten vom Zweiten bis zum Ersten“, „Gestern noch war im Zivil ich, Heute steh ich schon im Drillich“, „Gute Jahrgänge“.



Wikipedia (Stand 10/2009) schreibt zum Künstler:
„Barlog, laut Andreas C. Knigge „neben e.o.plauen der populärste deutsche Comiczeichner der Zeit vor dem II. Weltkrieg“, wuchs im sogenannten Berliner Zeitungsviertel auf und besuchte nach zehn Schuljahren in Berlin die Kunstgewerbeschule. Schon im Alter von 16 Jahren machte er, zu dessen Hobbys der Sport zählte, sich als Box- und Fußballkarikaturist einen Namen. Darüber hinaus verdingte er sich als Theaterstatist und Postgehilfe.
Als Teilnehmer des ersten Weltkriegs geriet er 1916 in russische Kriegsgefangenschaft und wurde bis 1918 in einem Bergwerk eingesetzt. Nach Kriegsende und Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft wurde Barlog, nachdem er für die Sonntagsbeilage der Berliner Zeitung und Paul Simmel gezeichnet hatte, freier Mitarbeiter des Verlagshauses Ullstein. Später wurde er Mitarbeiter der Zeitschriften Uhu und Der heitere Fridolin. Bei letzterer übernahm er von Simmel die Serien Laatsch und Bommel sowie Professor Pechmann, in der die Titelfigur mit ihren diversen skurrilen Erfindungen mehr Schaden als Nutzen anrichtete. So endete der Schlussvers meist mit „Nu blech mann. Hier ist die Rechnung, lieber Pechmann“. Sein - gemessen an den Verkaufszahlen - populärster Strip war Die 5 Schreckensteiner für die Berliner Illustrirte Zeitung. Eine 1940 erschienene Buchausgabe dieser Geschichten mit dem Titel Abenteuer der 5 Schreckensteiner, bei der fünf Angehörige einer Ahnengalerie zur Geisterstunde aus ihrem Bilderrahmen steigen und Unfug treiben, erreichte eine Gesamtauflage von 3,5 Millionen Exemplaren. Im Gegensatz zu den eher unpolitischen Schreckensteinern sind die Karikaturenbände Soldatenleben, Lustige Soldatenfibel und Wir in der Heimat als „kriegsverherrlichend“ (Knigge) einzustufen.
Nach Ende des zweiten Weltkriegs gelang es Barlog nicht, an seine frühere Popularität anzuknüpfen. So wurde beispielsweise 1950 der „Ohne-Worte-Strip“ Pascha Bumsti für die Illustrierte Quick schon nach insgesamt 13 Folgen[2] wieder eingestellt. 1953 wanderte er in die Vereinigten Staaten aus, wo seine Tochter mit ihrer Familie lebte. Er starb zwei Jahre später.“

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