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Jahr: um 1923
Bemerkung:
ArtikelNr. 4040

 

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Autograph Astronom und Raketenpionier Max Valier, um 1923.

Autograph des Max Valier auf 4seitiger aufklappbarer Werbebroschüre. Broschüre fleckig und mit Läsuren an Falzkanten, sonst gut. „Valier“ (wohl ein Pseudonym) schrieb eher astronomisch-wissenschaftliche Titel, seine Vorträge nannten sich: „Die Wunder des Sternenhimmels“, „Weltschöpfung“, „Weltuntergang“, „Der Stern von Betlehem“, „Der Vorstoss in den Weltenraum, eine technische Möglichkeit?“. Die Klappbroschür scheint vom Grafiker aufgehoben worden zu sein.
Wikipedia (Stand 3/2009) zu Valier: Max Valier (* 9. Februar 1895 in Bozen; † 17. Mai 1930 in Berlin) war ein Südtiroler Astronom, Schriftsteller und Pionier der Raketentechnik, deren erstes Todesopfer er wurde. Schon während seiner Schulzeit am Franziskanergymnasium Bozen begeisterte sich Max Valier für die Astronomie. 1913 begann er in Innsbruck das Studium der Astronomie, Meteorologie, Mathematik und Physik. Aufgrund des Ersten Weltkrieges wurde er 1915 zum österreichischen Militär eingezogen. Dort diente er anfangs als Wetterbeobachter, später in der Luftaufklärung mittels Fesselballons und ab 1917 in der Flugzeugerprobung. Nach dem Krieg nahm Valier seine Studien nicht mehr auf, sondern arbeitete als Wissenschafts- und Science-Fiction-Autor. U.a. veröffentlichte er die Erzählung "Spiridion Illuxt", in der er die Atombombe vorhersah. 1923 wurde Valier durch Hermann Oberths Buch "Die Rakete zu den Planetenräumen" inspiriert, eine allgemein verständliche Abhandlung zur Raumfahrt zu schreiben. Mit Oberths Unterstützung entstand "Der Vorstoß in den Weltenraum" (erschienen 1924), in dem ein Programm zur Entwicklung der Raketentechnik beschrieben war. Dieses Werk wurde ein großer Erfolg, 6 Auflagen erschienen bis 1930. In den 1920er Jahren setzte er sich für die umstrittene Welteislehre des österreichischen Ingenieurs Hanns Hörbiger ein, die heute allerdings als Pseudowissenschaft eingestuft wird. Ab 1928 entwickelte Valier zusammen mit dem Autoindustriellen Fritz von Opel die ersten Raketenwagen und -schlitten, die mit Feststoffraketen betrieben wurden. Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten (von Opel sah die Raketenversuche hauptsächlich als Werbeaktion) wurde die Zusammenarbeit aber bald wieder eingestellt. Valier entwickelte nun Flüssigtreibstoffraketen. Mit diesen gelang ihm 1929 auf dem zugefrorenen Starnberger See ein Geschwindigkeitsrekord von über 400 km/h. Am 17. Mai 1930 starb Max Valier durch eine Explosion während des Probelaufs einer Rakete. Er gilt damit als erstes Todesopfer der Raumfahrt. Max Valier wurde auf dem Münchner Westfriedhof (Baldurstr. 28) beigesetzt.

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