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Jahr: 1946
Bemerkung:
ArtikelNr. 09074
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Pfarrer Hans Kohler: Der Weg nach Hause. Maschinenschriftliches Manuskript, 4°, 4 einseitig bedruckte Blatt.

Es berichtet ein Mann im März 1946 von seinen Erlebnissen im Mai-Juni 1945. Er hatte 3 Jahre Ostfeldzug miterlebt. „Im März verg. Jahres war unsere Division noch in Ungarn eingesetzt. Obwohl die deutsche Front schon überall zurückweichen musste, haben wir Ende Februar am Granbrückenkopf einen erfolgreichen Gegenstoss unternommen, durch den mehrere sowjet. Divisionen zerschlagen wurden. … In der Nacht vom 9./10.Mai versucht unsere Abteilung nach allen Seiten einen Durchbruch. Wir müssen alles stehen lassen: Feldküche, Wagen, Geschütze, Munition. Auch das eigene Gepäck bleibt zurück. … Wir müssen uns in den folgenden Nächten nach Westen durchschlagen. Wir haben keine Karte, keinen Marschkompass. Wir wissen nicht, wo wir uns befinden, wir wissen nur eins: Dort im Westen, in der Richtung der untergehenden Sonne, ist die Heimat. .. So marschieren wir, Nacht um Nacht. … Die Tage sind noch viel schlimmer. … 9 Stunden liegen wir an einem Tag regungslos in einem Fichtenschlag, zugedeckt mit Erde und Zweigen, es herrscht eine Gluthitze. … Es schießt vor uns, neben uns, hinter uns. Immer wieder hören wir das wilde Gebrüll der russischen und tschechischen Soldateska. …An der Autobahn von Freistatt nach Linz sehen wir die ersten amerikanischen Soldaten. … Anfang Juni wurden wir aus einem amerikanischen Gefangenenlager bei Passau entlassen …..“

 


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