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herbert-eulenberg.jpg

Jahr: 1910-1976
Bemerkung:
ArtikelNr. 08714
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Herbert Eulenberg (1876-1949). Konvolut von ca. 36 Büchern, 5x mit langen Widmungen.

Konvolut von Büchern von und zum Dramatiker und Schriftsteller Herbert Eulenberg (1876-1949). Die Titel entstammen dem Nachlass des Buchhändlers Max Franke und seines Sohnes, des bedeutenden deutschen Sinologen Herbert Franke (1914-2011). Familie Franke war mit Eulenberg befreundet gewesen. Max Franke arbeitete wohl ab 1890 in der Buchhandlung Paul Neubner in Köln, ab 1919 wurde er Teilhaber des Geschäfts. Im Zuge der Arbeit lernte er zahlreiche Größen des Kölner Kulturlebens seiner Zeit kennen, darunter eben auch Eulenberg. Eulenberg lebte mit Gattin Hedda seit 1905 (1910?) in Kaiserswerth und hatte sicher bis 1940 Kontakt zu Frankes.

Bücher staubig, partiell fleckig, partiell mit Fehlstellen (unten angegeben), partiell mit ExLibris des Herbert Franke, partiell minim tabakrüchig, sonst gut.

Hervorzuheben ist ein Privatdruck von ca. 1926, ein Theaterstück, in dem Eulenberg und seine Familie die Hauptrollen spielen.

7 Bücher mit Widmungen:

- Rund um Düsseldorf, mit Wanderfreunden zusammengestellt und hrsgg. [Deckel: „ein Wanderbuch“] (Bagel Verlag, Düsseldorf o.J. (Widmung 1910), kartoniert, ca. 140 St., Deckel hinten mit Landkarte und letzten Blatt lose, Rücken mit Fehlstelle und Läsur, Titelei mit langer Gedicht-Widmung).
- Anna Wawelska, eine Tragödie (Rowohlt 1910, kartoniert, 70 St., Vorsatz mit langer Gedicht-Widmung an einen weiteren Verwandten des Max, einem Kaspar Maase, dat. „Im Januar 1911, 116 Jahre nach der letzten Teilung Polens“).
- Belinde, ein Liebesstück in 5 Aufzügen. Als Vordruck für die vom Verfasser bezeichneten Liebhaber und Freunde seiner Kunst herausgegeben und zwar ist dieses Buch bestimmt für [handschr.:] „Herrn Max Franke“ (Rowohlt 1912, 88 St., kartoniert, Rücken mit kleiner Fehstelle unten).
- dito in wohl 2. Auflage (Rowohlt 1913, Nr. „1a“ der Auflage von 100 in Ganzleder. Rücken mit Fehlstelle unten und Einriss, lichtrandig, Kantenabwetzungen. Vorsatz mit handschr. Widmung, dat. Weihnachten 1912: „Nimm dieses Stück für Deine Treue! Die Liebe bleibt das ewige Mana. Meinem lieben Freund Max Franke, dem Bruder im Weibe ...“).
- Rheinische Erzähler. Agenda 1914 (Leonhard Tietz AG, Düsseldorf 1913, Aufl. 13.000, 4°, Halbleinen, 96 St., Rücken mit ein- und oben zweiseitiger Läsur. Vorsatz mit Gedicht-Widmung des Herbert, dat. „Winter-Lichtwende anno 1904 nach der Schlacht im Teutoburger Walde“. Beiliegend gefalteter Druck (4°) mit gedrucktem Gedicht zu Silvester oder Weihnachten (unsigniert jedoch sicher von E.).
- Deutsche Geister und Meister (Wolff Vlg., Berlin 1934, Umschlag (mit Fehlstellen), Leinen, 228 St., Vorsatz mit langer Gedicht-Widmung an Herbert Franke, dat. „Herbst 1934“).
- Das Ende der Marienburg, ein Akt aus der Geschichte (Fritz Gurlitt Vlg., Berlin 1918, kartoniert, 55 Seiten, Rücken unten mit Fehlstelle, Eckfalzen. Titelei mit Gedicht-Widmung an Herbert Franke, dat. „Juni 1940“: „’Es muß ein Ende nehmen, dieser Krieg!’, ‚Ewiger Friede?’ Lehrt mich die Menschen kennen. Auf wie lange? Dies ist des Stückes A und O, Werd’ Du dereinst des Feindes Froh! Du hast ihn lang genug entbehrt. Tausch bald die Feder mit dem Schwert! ..“

1 Buch mit Signatur:
- Nachsommer (Gurlitt Verlag, Berlin o.J. (um 1920), in der Reihe „Bücher der Kunst“, Faksimile einer Handschrift, Kordelbindung, Kartondeckel, ca. 40 St., Kantenabwetzungen, Rücken mit einseitigen Rissen, Aufl. 1000, wovon 100 nummeriert (hier „2a“) und vom „Dichter und Zeichner“ handsigniert wurden).

22 Bücher ohne Widmung:

- Das keimende Leben, aus dem Nachlass eines jungen jüdischen Rechtsanwalts hrsgg.v. H.E. (2. Aufl., Rowohlt 1911., 78 St., Einband fehlt, Lagen lose).
- Ikarus und Daedalus, ein Oratorium (Rowohlt 1912, 50 St., Halbleder, Streichungen in Bleistift, beiliegend Blatt mit gedrucktem Gedicht „An mich“).
- Ernste Schwänke, vier Einakter (Kurt Wolff 1913, kartoniert, 103 St.).
- Der Frauentausch, ein Spiel in fünf Aufzügen (Kurt Wolff 1914, 88 St., unaufgeschnitten, Deckel mit Läsuren und Fehlstelle).
- Die Insel, ein Spiel (Gurlitt 1918, 4°, kartoniert, 88 St., Ex. 571 von 600, Rücken mit kleinen Fehlstellen oben und unten, Deckel mit Abwetzungen).
- Münchhausen, ein deutsches Schauspiel in fünf Aufzügen (Kurt Wolff o.J., kartoniert, 112 St., 2. Aufl. um 1918 (EA war 1907), Rücken oben mit kleiner Läsur).
- Der Spion, ein Lustspiel in drei Aufzügen (Engelhorns Nachf., Stuttgart 1921, kartoniert, 88 St., unaufgeschnitten).
- Komödien der Ehe (Gurlitt 1918, gr.8°, kartoniert, 110 St., Besitzervermerk „Max Franke“, Rücken fehlt, Deckel lädiert).
- Kleinselige Zeiten oder in Duodezien, ein Schwank in drei Aufzügen ... (Gurlitt 1918, 70 St., kartoniert, Rücken mit Läsur unten).
- Der Bankrott Europas, Erzählungen aus unsrer Zeit (Gurlitt 1920, 252 St., fester Kartoneinband).
- Alles um Liebe (neue durchgesehene Aufl., Engelhorn 1922, 128 St., kartoniert).
- Ritter Blaubart, ein Märchenstück in fünf Aufzügen (Engelhorn 1923, 115 St., Okart., unaufgeschnitten).
- Ausgewählte Werke in 5 Bänden, Bde. 2, 3, 4 (Engehorn 1925, 1925, 1926: Dramen aus der Jugendzeit, Dramen aus dem Mannesalter, Schattenbilder und Lichtbilder, je Halbleinen, je ca. 500 St.).
- Industrie, eine Bühnenrundschau unserer Zeit (Eulenspiegel Verlag, Kaiserswerth 1927, 125 St., kartoniert, Deckel vorne mit Eckfehlstellen).
- Feuerspruch zur Sonnwendfeier 1928 (Privatdruck, 4 St., Faksimile der Handschrift, Okart.).
- Selbstbildnis (zu meinem 60. Geburtstag) (Privatdruck 1937, 15 St., Okart).
- Aufbau, kulturpolitische Monatsschrift, 1948 Heft 4, darin S. 282-287: „Erasmus Roderdamus“).
- Gefährliche Liebschaft, Bekenntnisse einer Herzogin aus dem XVII. Jahrhundert (Verlag Die Faehre, Düsseldorf 1947, 65 St., fester Okart.).
- Sonderbare Geschichten (Die Fähre 1947, 175 St., fester Okart).
- Lyrisches Zwischenspiel (Die Fähre o.J. (1947), 22 St., Privatdruck zum 70. Geburtstag, Okart.).


Biographisches, Texte anderer Autoren, 6 Bücher

- Die Theaterwelt. Programmheft der Städtischen Theater Düsseldorf, Heft 10 1926, Eulenberg-Sonderheft (S. 217-248, S.217-243 mit Texten von und zu Eulenberg, kartoniert, Deckel vorne gelocht).
- Keim, H.W.: Herbert Eulenberg. (Pempelfort, Sammlung kleiner Düsseldorfer Kunstschriften Heft 7, Schwann Vlg. o.J. (um 1925), 16 St., Okart.).
- Buller, Wilhelm: Jedes Los gewinnt, ein Stück in drei Aufzügen (Privatdruck um 1927, maschinenschriftliche Matritzenkopie, 60 einseitig bedruckte Blatt, Klammerheftung, Kartondeckel. Auf Titelei handschr. ergänzt: „Dies MS [Manuskript] wurde mir am 2.9.88 von einer alten Freundin des Hauses Eulenberg, Dr. Jur. Marie Wilkinson, geb. Strauss, verheir. Gewesen mit Dr. Fabel, in Seattle geschenkt. Herbert Franke“, darunter „[ca. 1927-1928 geschrieben]“. Der Name des Autors ist oben handschriftlich ergänzt. Hinter einige der handelnden Figuren schrieben wohl Fabel/Wilkinson und Franke, wer wirklich gemeint war: Hauptfigur „Michael Donnerberg“ ist Eulenberg, „Agnes, seine Frau“ Gattin Hedda, „ Thomas und Gerhart, ihre Söhne“ sind Till und Anselm, dazu kommt vor Familie „Demmler“ (das sind Max Clarenbach mit Gattin und Töchtern) u.a.; im Text sind handschr. Korrekturen zu finden, was eine sehr niedrige Auflage wahrscheinlich macht. Falzig, Rücken mit Läsur.
- Rudi vom Endt: Der Dichter Herbert Eulenberg ganz menschlich gesehen (Hans Putty Verlag, Wuppertal 1946, 47 St., Okart., beiliegend Einladung „zur Übergabe des Ehrenbürgerbriefes der Stadt Düsseldorf an Dr. Herbert Eulenberg“.
- Hedda Eulenberg: Im Doppelglück von Kunst und Leben (Die Faehre um 1950, 422 St., Ledereinband, beiliegend „Daran glaube ich“ der Hedda (in Kopie)).
- Herbert Eulenberg Gedächtnis-Ausstellung, 1976, Heinrich-Heine-Institut, Heine Haus, Düsseldorf, Katalog (Titel: „H.E., ein deutscher Dramatiker 1876-1949“, 85 St., gr.8°, dünner Okart., beiliegend Programm der Festlichkeiten am 25.1.1976, dem 100. Geburtstag des Dichters. Der Titel enthält u.a. ein Werkverzeichnis).


Diverses:
- kopiertes Werkverzeichnis (kopierte Karteikarten des Deutschen Literaturarchiv, Marbach, um 1980).
- S-w-Druck des Dix-Portraits (auf Weihnachtsgrußkarte des Sohnes Till Eulenberg, um 1970).
- S-w-Druck eines Fotos der Till-Eulenberg-Famile als Weihnachtsgruß um 1980 (vor Straßenschild „Herbert-Eulenberg-Weg“)
- Werbedruck „Dichtungen von Herbert Eulenberg, erschienen bei Ernst Rowohlt Verlag, Leipzig (um 1912, 8 St.).

 


(c) Ingo Hugger  2009 | livre@cassiodor.com | Artikel |  RSS