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Wypolsowa.jpg

Jahr: 1955
Bemerkung:
ArtikelNr. 08634
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Vermissten-Papiere von Karl, 1955. Gefallen im Januar 1942 bei Wypolsowa

Konvolut von Dokumenten zu einem Vermissten deutschen Soldaten. Der Gefreite Karl H. aus Wiedabruck im Sudetenland (geb. 20.5.1915) wurde im Januar 1942 bei Wypolsowa an der Ostfront als vermisst gemeldet. Er hatte dem 1. Bataillon des Regiments 245 angehört, welches im Januar 1942 der 3. Panzerdivision angegliedert gewesen war. Im Zuge russischer Angriffe südlich von Kursk im Januar 1942 entbrannten starke Kämpfe um den Ort Wypolsowa, bei denen viele deutsche Soldaten fielen. Da der Ort von den Russen kurzzeitig erobert wurde, gibt es keine genauen Angaben über das Schicksal der Vermissten. „Es ist nicht beobachtet worden, dass sie in Gefangenschaft geraten sind. Es wurde auch kein Heimkehrer bekannt, der bei diesen Kämpfen in sowjetischen Gewahrsam geriet. Wohl aber liegen für einige der Verschollenen Kameradenaussagen vor wonach sie gefallen sind. Außerdem wurden nach der Wiederbesetzung von Wypolsowa 125 tote Soldaten des Bataillons aufgefunden, die zu einem großen Teil jedoch nicht mehr identifiziert werden konnten“ (schreibt 1970 Max Heinrich, Direktor vom Suchdienst des Roten Kreuzes in München).

Konvolut enthält:

- 8.6.1949: Postkarte des Hilfsdienstes für Kriegsgefangene und Vermisste an die Eltern Karls, es wird mitgeteilt, dass Heimkehrer des Bataillons in Schwäbisch-Hall und in Spiegelhütte „aus der Gefangenschaft zurückgekehrt“ sind.

- 1949: Brief der Auskunftstelle der Nachforschungszentrale für Wehrmachtvermißte.

- 22.4.1955, Karl soll für tot erklärt werden.

- 20.8.1955: Beschluß, Karl wird für tot erklärt (2x).

- 16.10.1958, Schreiben der Suchdienst-Zeitung.

- Dezember 1969: DRK Suchdienst, Merkblatt.

- Kopie eines Schreibens des Kompanieführers des Stephan H., dat. 31.5.1944, bzgl. der Todesumstände wohl des Bruders des Karl.

- Schreiben des Suchdienstes des Roten Kreuzes bzgl. des Suchantrages. 20.1.1970. Beiliegend Gutachten (2 Blatt) mit detaillierten militärgeschichtlichen Angaben zum wahrscheinlichen Tode des Soldaten.

- Arbeitsbuch des Gefallenen, der von 1929 bis 1938 als landwirtschaftlicher Knecht im elterlichen landwirtschaftlichen Anwesen und im Winter 2 Monate lang als Hilfsarbeiter bei der Güterabfertigung in Nürnberg tätig gewesen war. Im September 1939 arbeitete er als „Brenntorfstecher“ bei der „Stadtgemeinde Bergreichenstein Revierverwaltung Goldbrunn“ (wenige Seiten mit wenigen Eintragungen, gelocht).

 


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