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Gleiwitzer-Kanal.jpg

Jahr: 1934
Bemerkung:
ArtikelNr. 08392
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2 Arbeiten eines Bergassessors, Uni Breslau 1934. Gleiwitzer Kanal, Oberschlesien

Bergreferendar Karl Goebel: 2 Universitäts-Seminararbeiten zu Bergbau in Oberschlesien, Uni Breslau 1934. Es geht einmal um den neu zu errichtenden Neuen Oberschlesischen Kanal Gleiwitz-Cosen (heute „Gleiwitzer Kanal“, „Kanał Gliwicki“), einmal um die Stromerzeugung im Steinkohlenbergwerk Königin Luise (in Zabrze) der Preussischen Bergwerks- und Hütten A.G.

2 Seminararbeiten, je mit Schreibmaschine geschrieben, 4°, kartoniert, 80 und ca. 70 einseitig beschriebene Blatt / 124 einseitig beschriebene Blatt, je mit aufklappbaren Anlagen. Etwas fleckig und falzig, sonst gut.
Möglicherweise wurden die am 30.4.1934 von Bergreferendar Karl Goebel abgegebenen Arbeiten anlässlich der Prüfung zum Bergassessor verfasst. Beide Arbeiten sind mit handschr. Anmerkungen versehen. Ob es sich hier um die einzigen Ausgaben der Texte handelt oder ob sie noch einmal abgetippt wurden, ist unklar.
Bemerkenswert sind die 4 Landkarten im Band zum „Neuen Oberschlesischen Kanal“ Gleiwitz-Cosel. Es handelt sich je um einen Vordruck (mit Urheberhinweis „Markschneiderei d. Oberschles. Berg- und Hüttenm. Vereins, Gleiwitz“) in den Autor Goebel von Hand zahlreiche Details eintrug.

1: Technische Probearbeit. „Aufgabe: Das Steinkohlenbergwerk Königin Luise der Preussischen Bergwerks- und Hütten A.G. wird gegenwärtig von den Oberschlesischen Elektrizitätswerken mit Strom versorgt. .... Die auf den Delbrückschächten befindliche eigene Kraftanlage ... vermag ausser ihren eigenen Spitzen nicht auch noch die Spitzen der übrigen Anlagen aufnehmen. Nach Darstellung der z.Zt. auf den gesamten Anlagen der Zweigniederlassung Hindenburg der Preussag vorliegenden Verhältnisse der Kraftwirtschaft ... ist zu untersuchen, in welcher Weise .... der Strombezug ... zu gestalten .... ist.“ (VII und 80 Blatt und 10 aufklappbare Anlagen und Anhang von II und 59 Seiten und 6 Anlagen).

2: Staatswissenschaftliche Probearbeit. „Aufgabe: Der Oberschlesische Kanal Gleiwitz-Cosel-Hafen ist ... beschleunigt in Angriff genommen. Der neue Kanal soll ... zur Abbeförderung der Kohlen und sonstigen Erzeugnisse des West-Oberschlesischen Industriegebietes, sowie zum Heranschaffen der Bedürfnisgüter des Bergbaues, der Hüttenwerke und der sonstigen Industrie dienen. Als Häfen stehen Gleiwitz oder Scherwionka ... zur Verfügung. Es ist ... zu untersuchen, welche Bergwerke und Hütten an den Kanalhafen angeschlossen werden können und mit welchem Verkehrsmittel (Reichsbahn, Ballestrem-Borsig’sche Sandbahn, Schwebebahn, Lastauto ...) dies am zweckmässigsten geschieht.“ (VIII und 124 Blatt und 7 Anlagen (wovon 4 aufklappbare farbige Landkarten). Blatt 26 ist von Hand geschrieben. Wenige Blatt mit Randanmerkungen. Dazu ist auf der Titelei handschriftlich vermerkt: „Die an dem Heftrand mit Tinte geschriebenen Anmerkungen sind, soweit die in Anführungszeichen gesetzt sind, vom Oberschlesischen Berg- und Hüttenmännischen Verein E.V. in Gleiwitz gemacht worden.“)
Die Landkartentitel: Übersicht über die Anschlussmöglichkeiten Oder-Industriegebiet (1:100.000) / Hafenanschlüsse der Bergwerke und Hütten (1:50.000) / Hafenanschlüsse der Bergwerke durch gemeinsame Grubenbahnen (1:50.000) / Hafenanschlüsse der Bergwerke bei Benutzung der vorhandenen Sandbahnen und gesondertem Abschluss der Gleiwitzer Grube und Schachtanlage Sosnitza (1:50.000).
Lose beiliegend eine Landkarte (ca. 53x62cm, Falzen, Läsuren), „Karte des Deutsch-Oberschles. Industriegebietes, Maßstab 1:50.000“, mit handschr. Eintragungen. Es handelt sich um ein weiteres Exemplar des Vordrucks, den Karl Goebel für seine Arbeit verwendet hatte.

 


(c) Ingo Hugger  2009 | livre@cassiodor.com | Artikel |  RSS