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Jahr: 1930
Bemerkung:
ArtikelNr. 08259
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Kurt Gerstein, 2 Passfotos, Berlin 1930. Holocaust, Gerstein-Bericht

2 s-w-Abzüge à ca. 4x5cm, berieben, Abwetzungen, sonst gut. Verso steht, mit Tinte geschrieben: „Kurt Gerstein als Student in Berlin 1930“. Die Bilder entstammen dem Nachlass eines Bergassessors, welcher Freund und Studienkollege des Gerstein gewesen war.

Die Abzüge fanden sich in dem Buche: „200 Jahre Vereinigte Hoffmann- und Ludwig-Stiftung, 1802-2002, ein Familienverband im Strom der Zeit (Hrsgg. Ver. H. u. L. –Stiftung, Verwalter Klaus Gerstein, Detmold 2002, gr.8°, Okart., 196 St., s-w-Abb.), welches beiliegt. Zahlreiche Gerstein-Familienmitglieder hatten in der Stiftung eine große Rolle gespielt, so auch Kurts Vater Ludwig Gerstein (1868-1954). SS. 70-196 bringen „Lebensbilder einiger mit der Stiftung verbundenen Persönlichkeiten“, darunter etliche Gersteins. SS. 149-156 behandeln Kurt. Seines Vaters Ludwig Schaffen wird interessanterweise nur auf einer halben Seite abgehandelt, obzwar der Mann die Stiftung von 1904 bis 1947 leitete.

Die beiden Bilder sind der Forschung bislang wohl unbekannt! Einmal lacht Gerstein mit geschlossenen Augen, einmal blickt er todernst in die Kamera.

Die Tochter des Studienkameraden berichtete mir, dass ihr Vater immer positiv über den späteren SS-Angehörigen Gerstein gesprochen hatte und von dessen kritischer Haltung gegenüber dem NS-Regime überzeugt gewesen war.

 


(c) Ingo Hugger  2009 | livre@cassiodor.com | Artikel |  RSS