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Regisseur Jürgen Klauss, Konvolut aus Nachlass. Photos und Dokumente

Konvolut von Bildern und Schriftstücken aus dem Nachlass des Filmregisseurs und Schauspielers Jürgen Klauss.

Dokumente
- 17 Schulzeugnisse der frühen 1950er-Jahre.
- Lehrzeugnisbuch der Betriebsfachschule des sozialistischen Handels, 1963-1964 (8°, Noten von 2 Jahren enthalten, ca. 8 Seiten).
- 1965. Zeitungsartikel in „Deutsches Sportecho am Wochenende“ Nr. 152, 6.-7.8.1965. Komplette Ausgabe der Zeitung, hierin ein Artikel über den „Hantel-Club Berlin“, dessen „Chef“ Klauß damals war.
- 1978: Aufforderung zur Einberufungsüberprüfung der NVA (Postkarte).
- 1978: Bescheinigung und Beurteilung der Hochschule für Film und Fernsehen der DDR in Babelsberg (4°, 4 Blatt, davon 2 Blatt Beurteilung des Professors Konrad Wolf). Wolf schreibt: „Ich hielte es an der Zeit, daß Jürgen Klauß nach einer 13jährigen ‚Vorbereitungszeit’ (Schauspielstudium, Regiemeisterstudium und fünfjähriger Assistenzeit) endlich seinen selbständigen politisch-künstlerischen Standpunkt unter Beweis stellen könnte.“ Von Wolf, dem Bruder des Markus Wolf, handsigniert.
- Manuskript, wohl nicht von Klauß.
- 1982. Jakob-Kaiser-Preis (4°, 2 Blatt, handsigniert von Minister Heinrich Windelen). Der Preis geht an Klauß und Theodor Schübel ob des Fernsehspiels „Die Grenze“.
- 1986: Kurzvorstellung des Filmes „In der Kälte der Sonne“ (5x, ca. 8 Blatt), Zeitungsartikel.
- 1988. Vertrag des Klauß mit der Rhewes Filmproduktion GmbH über eine Rolle des Tarzan in der Serie „Forstinspektor Buchholz“. Der Mann sollte 40.000 DM für 25 Drehtage erhalten!


Photos
- 2 Kontaktabzüge eines Kleinbildfilms mit Portraits des Klauß, ca. 1990?
- Portrait um 1990.
- Photoalbum von Kindheit und Jugend (quer 8°, Leineneinband, Kordelbindung, ca. 90 s-w-Abzüge differenter Formate, fleckig und berieben, Bilder fehlen, sonst gut). Hier ist Klaus als Kind und junger Mann gezeigt, auch seine Eltern sind, sowohl als junge Menschen als wohl auch als Rentner oft gezeigt.




Wikipedia schreibt zu Klauss (Stand 2/2010):

Jürgen Karl Klauß (* 1944 in Breslau; † 11. September 2009 in Berlin), auch Jürgen Klauß, war ein deutscher Regisseur, Autor, Produzent und Schauspieler.

Klauß wuchs in Ost-Berlin auf. Sein Vater war Redakteur, die Mutter Balletttänzerin und Rundfunksprecherin. Sein Abitur legte er 1963 ab. Zwei Jahre später machte er seinen Abschluss als Außenhandelskaufmann. Als Ruderer gehörte er dem TSC-Berlin-Friedrichshagen an. Später wurde er Gewichtheber und Kraftsportler. Journalistisch schrieb er dann regelmäßig für die Sportzeitschrift „Schwerathletik“. Parallel dazu war er Mitglied zusammen mit Christoph Hein am Arbeiter und Studententheater des Hauses der Jungen Talente unter den Regisseuren Werner Grunow und Richard Rau. Parallel wurde er Sänger im „Hootenanny-Club“, dann „Oktoberklub“.

Daran schloss sich bis 1969 ein Schauspielstudium an, das er mit Staatsexamen und Diplom an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg abschloss. Wichtigste Dozenten waren Heiner Müller, B. K. Tragelehn, Fritz Marquardt; Kommilitonen waren u. a. Jaecki Schwarz, Regina Beyer und Winfried Glatzeder.

Von 1969 bis 1973 war er Meisterschüler von Konrad Wolf und auch dessen Regieassistent. Klauß betrieb mit ihm als Mentor, ein in der DDR einmaliges Studium an drei Hochschulen und der Humboldt-Universität.Er studierte Philosophie, Psychologie, Ästhetik-Kunstwissenschaften an der Humboldt-Universität, Kunstgeschichte an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, Musikgeschichte an der Hochschule für Musik -Hanns Eisler und belegte filmspezifische Fächer an der Filmhochschule Babelsberg, der er 1973 seinen Diplomfilm vorlegte. Anschließend war er bis 1978 Nachwuchsregisseur und Autor im „DEFA-Studio für Spielfilme“ Er war Co-Autor und Assistenzregisseur bei „Till Eulenspiegel“ und schrieb das Buch dazu gemeinsam mit Christa Wolf und Rainer Simon. Er hatte Regieassistenzen bei Konrad Wolf „Goya“, Zoltán Fábri „Die Ungarn“, Czesław Petelski „Kasimir der Große“ und Jossif Cheifiz (Иосиф Ефимович Хейфиц) „Asja“.

1978 stellte er seinen Ausreiseantrag. Er schrieb noch das Drehbuch zu „Muhme Mehle“, Regie: Thomas Langhoff. 1979 wurden im Rahmen des „Try out“ im Opernhaus Kiel vier, in der DDR verbotene Theaterstücke mit Schauspielern von ihm vorgestellt. Fortan arbeitete er in der Bundesrepublik als freier Autor, Regisseur und Produzent für Spiel-, Dokumentar-, Fernsehfilme und Serien.

In den 80er Jahren hielt sich Klauß auch in den USA auf. 1986 besetzte er erstmals Martina Gedeck, auch gleich in der Hauptrolle in seinem Film „In der Kälte der Sonne“, 1988 besetzte er erstmals für TV-Arbeiten Veronica Ferres in seiner Serie „Pyjama für Drei“, 1991 auch erstmals die französische Nachwuchsschauspielerin Alexa Monduit in „Geheimcode F“. In den 1990er Jahren blieb er dem Film treu, war eine Zeitlang Verleiher von Anime-Videos und schrieb auch Filmkritiken. 1994 war er für ein paar Monate als Produzent von Gute Zeiten, schlechte Zeiten und diverser Dokumentarfilme tätig. Zwischen 1992 und 2005 arbeitete Klauß vor allem an seinen literarischen Manuskripten. Klauß gab auch Schauspielunterricht. Zu seinen wichtigsten Schülerinnen zählte er Evelin Dahm.

Drehbücher

* Autor für „Muhme Mehle“, Regie: Thomas Langhoff (1976/77)
* Co-Autor für "Satan ist auf Gottes Seite", Regie: Wolfgang Staudte

Schauspielerrollen, Kino

* „Wie heirate ich einen König“, Regie: Rainer Simon (1969)
* „Till Eulenspiegel“, Regie: Rainer Simon (1973)
* „Die Taube auf dem Dach“, Regie: Iris Gusner (1973)
* „Erziehung vor Verdun“, Regie: Egon Günter
* „Die Ungarn“, Regie: Zoltan Fabri (1974)
* „Milo Baro“, Regie: Hennig Stegmüller (1982)
* „Meyer“, Regie: Peter Timm (1987)
* „Dr. M“, Regie: Claude Chabrol (1990)

Schauspielerrollen TV-Filme und Serien

* „Die Schattengrenze“, Regie: Wolf Gremm (1982)
* „Die Barrikade“, Regie: J.K. (1982)
* „Alles paletti“, Regie: Michael Lentz (1985)
* „Zugfahrt nach Berlin“, Regie: Clemens Frohmann, (1986)
* „Forstinspektor Buchholz“, Regie: Stefan Bartmann, (1988)
* „L´ Amieté oder Geheimcode F“, Regie: J.K. (1990/91)
* „Liebling Kreuzberg“, Regie: Werner Masten (1992)
* „Wolfs Revier“, Regie, (1993)
* „Sylter Geschichten“, Regie: Wolfgang Hübner, (1995)
* „Felix - Ein Freund fürs Leben“, Regie: Felix Dünnemann, (1997)
* „Boomtown Berlin“, Regie: Christian Schidlowski (1998)
* „Die Verwegene“, Regie: Martin Waltz, (2002)
* „Gute Zeiten-Schlechte Zeiten“, (2006)

Regie

„(D)“ bedeutet, dass er auch am Drehbuch beteiligt war.

* 1971 "Die Milchstraße" TV-Kinderfilm, mit Gabriele Gysi, Sigrid Skoetz, Carin Abicht (auch Buch)
* 1973 "Mein Tag-oder die Welt ist zum Verändern da (auch Buch)
* 1974 „Till Eulenspiegel“ mit Winfried Glatzeder, Jürgen Gosch, Michael Gwisdek (auch Buch)
* 1975 „Wege und Umwege“, TV-Film (auch Buch)
* 1976 „Muhme Mehle“, Autor, Regie: Thomas Langhoff, mit Jürgen Gosch, Jutta Wachowiak (nur Buch)
* 1979 „Brot und Filme“ mit Michael Lentz, Filmkritiker der WAZ (auch Buch)
* 1980 „Ohne Rückfahrkarte“ mit Pola Kinski, Stefan Staudinger (auch Buch)
* 1981 „Die Grenze“ mit Gustl Bayrhammer, Manfred Günther, Stefan Staudinger
* 1982 „Die Barrikade“ mit Heinz Hoenig, Alexander Radzun, Christine Wodetzky (Texter)
* 1983 „Die Matrosen von Kronstadt“ mit Gottfried John, Siemen Rühaak, Dietrich Mattausch
* 1983 Satan ist auf Gottes Seite“ Co-Autor, Regie: Wolfgang Staudte (Buch)
* 1984 „Die Rückkehr der Zeitmaschine“ mit Klaus Schwarzkopf, Peter Pasetti, Jan Nygren
* 1985 „Treffpunkt Leipzig mit Heike Schroetter, Hans Joachim Krietsch (auch Texter)
* 1986 „Dedektivbüro Roth“ mit Manfred Krug, Heinz Schubert, Alice Treff, Ilja Richter
* 1986 „In der Kälte der Sonne“ mit Martina Gedeck, Jürgen Draeger, Hussi Kutlucan (auch Buch)
* 1988 „Pyjama für Drei“ mit Veronica Ferres, Ulrike Kriener, Horst Bollmann, Helen Vita
* 1988 „Der Rosenhain“ mit Christine Neubauer, Michael Roll, Jürgen von Alten
* 1989 „Stocker und Stein“ mit Karl-Michael Vogler, Heinz Schubert, Ivan Desny
* 1990-91 „Geheimcode F“ mit Alexa Monduit, Inka Groetschel, Ricarda Steyer (auch Buch)
* 1995 „Jürgen von Alten-Adel verpflichtet“ Dokfilm (auch Buch)
* 2003 „Die Gründungsfeier“ Dokfilm (auch Buch)
* 2004 "Musikvideoclips mit Evelin Dahm
* 2008-09 "Konrad Wolf - Auf der Suche nach der besseren Welt", Dokfilm mit Evelin Dahm

Theaterarbeiten

* 1980 „Try out“, Opernhaus Kiel, mit Basil Dorn, Vorstellung von vier Theaterstücken von Jürgen Klauß
* 1986 „Educating Rita“, Berlin, Regie, mit Peter Fricke, Christl Harthaus
* 1986 „Der General“, Berlin, Regie, mit Heinz Drache, Dagmar Altrichter, Pierre Franck

Veröffentlichungen

* „Geheimcode F“ zusammen mit Ulrike Swennen, Ueberreuther Verlag Wien, 1992, ISBN 3-8000-2359-8
· „Zwischen den Meistern in den Zeiten-von Heiner Müller zu Konrad Wolf“, Frankfurt Oder Edition, 1996.



 


(c) Ingo Hugger  2009 | livre@cassiodor.com | Artikel |  RSS