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Bodtfurneau-Ostende.jpg

Jahr: 1890
Bemerkung:
ArtikelNr. 06189
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E-Mail

 
PK 1890, Bodtfurneau, Ostende / Fleischer Kommissions-Buchhandlung, Leipzig. Leihbibliothek

Text-Postkarte à ca. 9x14cm, mit eingedrucktem belgischem Postwertzeichen, 2 Poststempeln und Buchhandlungsstempel (“Bodtfurneau Librairie Francaise, Etrangère, Ostende”), verso ohne Fleischel-Bearbeitungsvermerk. Abgeschickt am 23.7.1890 in Ostende, angekommen am 24.7. in Leipzig. Berieben, lichtverfärbt, etwas fleckig, sonst gut. Adressiert an „C. F. Fleischer, Commissions-Buchhandlung in Leipzig”.

Ein R. Promberger [?] schreibt: “Ich habe einem Collegen eine kleine Leihbibliothek gediegener deutscher Romane der neuen und neuesten Literatur zu besorgen und bitte ..., mir ... Offerte einzusenden, eventuell ein Inserat in die Buchhändler-Correspondenz zu geben (auf Ihren Namen) und die einlangenden Offerten mir hierher zu senden. 24/VII 90, Hotel Barcelona ...”
Da verso kein Vermerk von Fleischel vorhanden ist, kann bezweifelt werden, daß die Anfrage bearbeitet wurde.



Der Grosse Brockhaus (14. Auflage 1893-1897, Bd. 6, S. 887) schreibt zur Buchhandlung:

„Friedrich Fleischer, Kommissions-, Sortiments- und Verlagsbuchhandlung in Leipzig, im Besitz von Wolfgang Friedrich Fleischer, geb. 14. Sept. 1857, und Gottfried Otto Nauhardt, geb. 12. Okt. 1853. Der Ursprung der Geschäfte geht zurück bis 1681, wo Christoph Friedrich Fleischer, geb. in Thum, gest. 1709, die Hahnsche Buchdruckerei in Leipzig übernahm und damit eine Buchhandlung verband. Den Verlag der letztern verlegte sein Sohn Johann Friedrich Fleischer, (gest. 1765) 1710 nach Frankfurt a. M., Nachfolger desselben war sein Sohn Johann Georg Fleischer; dessen Sohn, Johann Benjamin Georg Fleischer, (gest. 1803), 1788 eine Sortiments- und Kommissionsbuchhandlung in Leipzig errichtete und nach dem Tode des Vaters auch den Verlag aus Frankfurt wieder hierher verlegte.
1819 übernahm das Geschäft (Firma nun «Friedr. Fleischer») der Sohn des vorigen, Friedrich Georg Fleischer, geb. 6. April 1794, gest. 22. Sept. 1863. Er erweiterte den Verlag besonders durch Ankauf anderer Verlagshandlungen und machte sich um den deutschen Buchhandel verdient durch erste Anregung zur Herausgabe des «Börsenblatts für den deutschen Buchhandel», durch Gründung der Buchhändler-Bestell- und Buchhändler-Lehranstalt in Leipzig u. a.
Sein Sohn, Karl Friedrich Fleischer, geb. 7. Nov. 1827, gest. 3. Mai 1874, seit 1853 Teilhaber, übernahm 1856 die Sortiments- und Kommissionsbuchhandlung auf eigenen Namen, sowie nach des Vaters Tode auch den Verlag, für den aber die Firma «Friedr. Fleischer» beibehalten wurde. 1872 wurde das Sortiment verkauft, aber 1881 von den Erben wieder zurückgekauft. Diese nahmen 1880 G. O. Nauhardt, einen Zögling des Hauses, als Teilhaber auf, und 1882 trat Wolfgang Friedrich Fleischer, ein Sohn von Karl Friedrich Fleischer, in die Firma ein. Gepflegt wird besonders das Kommissionsgeschäft mit (1892) 341 Kommittenten.
Der Verlag enthält u. a. Ahlfelds «Predigten», Lechlers «Johann von Wiclif», Reins «Privatrecht und Civilproceß der Römer», Martins’ Werke über Brasilien, Schrebers «Ärztliche Zimmergymnastik» (24. Aufl., 141. bis 150. Tausend) u. a., H. von Sybels «Geschichte des ersten Kreuzzugs», Waitz' «Anthropologie der Naturvölker»“

 


(c) Ingo Hugger  2009 | livre@cassiodor.com | Artikel |  RSS