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liechtenstein1953.jpg

Jahr: 1953
Bemerkung:
ArtikelNr. 05692
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Graf von und zu Liechtenstein Fotoalbum 1953. Jagd, Goldene Hochzeit Alois / Elisabeth

Photoalbum, 8°, Halbkunstledereinband, gesamt 104 montierte und ein losee s-w-Abzüge (47 à 7x10cm / 58 à 6x6cm). Einige Bilder sind im Album beschriftet. Berieben, ca. 12 Bilder fehlen, sonst guter Zustand.

Das Album wurde 2011 in einem Münchener Antiquitätengeschäft erstanden. Es wurde höchstwahrscheinlich von der Gattin des Prinzen Heinrich von und zu Liechtenstein (1920-1993) angelegt. Da die „Goldene Hochzeit der Eltern“ am 20.4.1953 vermerkt ist, steht fest, daß hier der Prinz Alois von und zu Liechtenstein (1869-1955) und Elisabeth Amalie von Österreich gemeint sind, die an eben diesem Tage die Goldene Hochzeit feierten.

Das Album gibt einen spannenden Einblick in das saturierte Leben der Liechtensteiner.

Das Album besteht aus mehreren Bildsträngen.

1: „Wildschweinjagd in Stamham 10.u.12. X. 53“, 21 Bilder. Gemeint ist wohl Stammham bei Ingolstadt in Bayern. Gezeigt ist die adelige Jagdgesellschaft, die beachtliche Strecke und ein „Preisschießen“. Einige der Gezeigten sind handschriftlich genannt (Franzi Hohenberg, „Philippi Meran, Géza, ....., Sophie von Bayern“, „Fritzi Fürstenberg, .. Carolina Löwenstein ...“, Maria Löwenstein, Onkel Bubi). Lose beiliegend noch 9 s-w-Abzüge der Jagd (teils Dubletten).

2: Skifahren wohl am Arlberg (erwähnt ist Madloch): 17 belanglose Bilder.

3: „Goldene Hochzeit der Eltern 20. IV.1953“, 22 Bilder. Gezeigt „Theaterstück der Enkelkinder“, Festgesellschaft an der Tafel, „Abt Peichl und Hubert Salvator“, Festgesellschaft, Kindertisch, Kinderausflug zum Tierpark.

4: „Auerhahnbalz Buchau 1953“, 23 Bilder. 2 Szenen wurden im Schnee aufgenommen („Admonter Hütte“, Heinrich mit Auerhan), der Rest im Sommer wohl bei Admont. Man sieht die große Gesellschaft nahe eines Alpenhofes, die Männer zumeist in Jagdmontur (jedoch ohne Waffen).

5: „Rheinfahrt“, 16 Bilder. Man sieht VW-Käfer mit 2 jungen Frauen auf dem Beifahrersitz („Abrams Harem“), die Reisegruppe auf Schiff und an Land, Rhein und Sehenswürdigkeiten.

6: 4 unklare Bilder am Ende des Albums (2x alpine Jagsszenen, 2x Wagen beim Trachtenumzug).



Zu Alois schreibt Wikipedia (Stand 12/2011):
Alois Maria Adolf, auch Aloys Gonzaga Maria Adolf, (* 17. Juni 1869 auf Schloss Hollenegg bei Deutschlandsberg, Steiermark, Österreich; † 16. März 1955 in Vaduz, Liechtenstein) war ein Prinz von und zu Liechtenstein. Alois wurde als drittes Kind von Alfred von und zu Liechtenstein und Henriette von Liechtenstein auf Schloss Hollenegg geboren. Er war aktiver Rittmeister im 12. Ulanen-Regiment, zuletzt als Oberstleutnant. Alois heiratete Erzherzogin Elisabeth Amalie von Österreich, eine Tochter des Erzherzogs Karl Ludwig von Österreich und Maria Theresa von Portugal, am 20. April 1903 in Wien. Kaiser Franz Joseph I. stellte persönlich an der Verlobung am 8. November 1902 in Laxenburg klar, dass seine Nichte Elisabeth Amalie keinen seiner Untertanen und folglich keinen österreichischen Staatsbürger heiraten könne. Er machte daher die Aufgabe der österreichischen Staatsbürgerschaft durch den Prinzen zur Bedingung für die Heirat. Durch eine Bodenreform wurde der Familienbesitz in Böhmen und Mähren stark reduziert. Die hohen Erbschaftssteuern in der Tschechoslowakei waren das Motiv, in der Nachfolge eine ganze Generation zu überspringen. Nach dem kinderlosen Brüderpaar Johann II. und Franz, der 1929 bis 1938 als Fürst Franz I. regierte, waren die Söhne des Prinzen Alfred (1842–1907) erbberechtigt. Doch am 26. Februar 1923 verzichteten Prinz Franz (1868–1929) und Prinz Alois (1869–1955), der Gemahl der Erzherzogin Elisabeth Amalie, auf die fürstl. Majoratsanwartschaft und auf die Thronfolge im Fürstentum Liechtenstein. Die Sukzession ging damit auf Alois’ ältesten Sohn Franz Josef (1906–1989), das Patenkind des Kaisers, über. Der Verzicht wurde mittels Handschreiben des Fürsten Johann II. am 15. März 1923 kundgemacht. Franz Josef II. holte in den Kriegsjahren 1944 seine Eltern von ihrem Wohnsitz auf dem mährischen Schloss Groß Ullersdorf auf das Schloss Vaduz. Alois von und zu Liechtenstein galt als Förderer der Wissenschaft und Künste. Er war Ehrenmitglied der Akademie der Wissenschaften und Künste. Alois war Ordensritter vom Goldenen Vlies; seine Frau Elisabeth Amalie war Sternkreuzordensdame. Alois war Mitglied der K.Ö.St.V. Austria Wien im ÖCV.

Über seinen Sohn Heinrich ist bei Wikipedia kein Artikel vorhanden.

Dagegen ist Maria Löwenstein (die Dame, welche vor dem getöteten Eber posiert) bei Wikipedia.com ausgiebig erwähnt. Sie ist nämlich „Princess Maria Aloisia Josephine Consolata Immaculata Benedicta Theresia Antonia Johanna Carla Conrada Leonharda of Löwenstein-Wertheim-Rosenberg (born 6 November 1935 in Munich, Bavaria, Germany) is a Princess of Löwenstein-Wertheim-Rosenberg and a member of the House of Löwenstein-Wertheim-Rosenberg by birth, and through her marriage to Archduke Joseph Arpad of Austria, an Archduchess and Princess of Austria and a Princess of Hungary, Croatia, and Bohemia“.

Hubert Salvator von Österreich ist ebenso bei wikipedia.com durch einen Artikel erläutert (Archduke Hubert Salvator of Austria (German: Hubert Salvator Rainer Maria Joseph Ignatius, Erzherzog von Österreich, Prinz von Toskana) (30 April 1894, Schloss Lichtenegg,Lichtenegg, Lower Austria, Austria–Hungary – 24 March 1971, Schloss Persenbeug,Persenbeug-Gottsdorf, Lower Austria, Austria) was a member of the Tuscan line of theHouse of Habsburg-Lorraine and Archduke and Prince of Austria, Prince of Hungary, Bohemia, and Tuscany by birth.

 


(c) Ingo Hugger  2009 | livre@cassiodor.com | Artikel |  RSS