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Jahr: 1954
Bemerkung:
ArtikelNr. 05645
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Hollweck Münchner erinnert Privatdruck Stadtbibliothek, Leiter Monaciensia ab 1954

Hollweck, Ludwig: Ein Münchner erinnert sich, 1915-1985. Privatdruck 1985. 8°, fester Okart., 68 Seiten, eine s-w-Abb., Besitzervermerk, Einband etwas berieben und fleckig, sonst gut.

Spannend berichtet der Autor von seiner in den 1930ern beginnenden Tätigkeit in der (heute im Gasteig untergebrachten) Stadtbibliothek München und später in der „Monaciensia“. Anfangs war er oft in der Ausleihe tätig und traf dort etliche Prominente. Man erfährt z.B., daß Peter Benedix freimütig berichtete, wie er das Gift für Lena Christ besorgt habe, oder daß Zoeberlein giftig reagierte, als er erfuhr, daß H. seinen „Glauben an Deutschland“ nicht kannte. H. musste die Gestapolisten zur verbotenen Literaturt bearbeiten und las ergo primär diese. Spannend ist auch seine Feststellung, daß NS-Literatur kaum ausgeliehen wurde.
Von 1939 bis 1945 bei der Wehrmacht, hat H. über die Kriegsjahre des Instituts nichts zu erzählen. Dafür aber heisst es zur Schlacht von Kursk 1943: „Die neuen Panzer Ferdinand warteten nicht auf den Abschuß, sondern brannten gleich selbst aus....“ Und Feldmarschall Schörner wurde, um beim Namen zu bleiben, von seinen Soldaten nur „blutiger Ferdinand“ genannt.
Ab 1954 war H. Leiter der Monaciensia-Abteilung der Bibliothek.

 


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