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E-Mail

 
Feldpost Wilfried O., Luftwaffe 1940-1944, Flakartillerie-Schießplatz Konshagen, Baltikum 1944

Konvolut von Feldpostschreiben aus dem Nachlass der ca. 1925 geborenen Resi O., damals wohnhaft in Langenfeld-Immigrath. Die Schreiben waren vor der Bearbeitung durch den Antiquar zu einem Päckchen zusammengeschnürt. Enthalten sind 14 Feldpostschreiben, 12x mit Umschlag, 2 Feldpostkarten. Etwas berieben, sonst guter Zustand, die Umschläge mit Marken und/oder Stempeln. Feldpostnummer 14661. Die Überlieferung ist sicherlich nicht komplett erhalten.
Die Briefe entstammen dem Zeitraum vom 16.10.1940 zum 5.12.1944.

Absender ist der Rechnungsführer Wilfried Offenberg (1940 Obergefreiter, 1942 Unteroffizier, 1944 Hauptwachtmeister). Wilfried scheint den Krieg überlebt zu haben, beim Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge ist unter seinem Namen keine Information gespeichert.
O. war ein Verwandter der Resi, er schreibt zumeist an Resi, zweimal an die Familie.
Ein Umschlag von 1944 enthält ein Photo, welches wohl zu früherem Zeitpunkte in Riga aufgenommen wurde.

Wilfried hat teils Feldpostnummer L 12417 B, 1944 die L 36265. Anfangs tragen die Umschläge Stempel „Landesschützenzug Lippipringe [??]“; 1940 auch „Fliegerhorstkommandantur Krefeld“, 1941 „Luftgaupostamt Münster“ / „Flakartillerie-Schießplatz Konshagen“, 1942 „Luftgau P.A.“ (dazu handschr. „Königsberg“).

W. ist 1940 und 1941 in Norddeutschland eingesetzt, wohl lange Zeit in Paderborn. 1942 schreibt er aus Rußland, 1944 aus dem Baltikum.


14.6.1941: „... Am 12. habe ich meine Prüfung als Rechnungsführer gemacht … Diese Tätigkeit verrichte ich schon seit einiger Zeit bei uns in der Einheit. ...“
8.8.1941: „... Augenblicklich sind wir in einer Kaserne, hoffen jedoch, diese Woche wieder heraus zu kommen. Vor zwei Wochen wurde hier ja auch die Stadt vom Tommy heimgesucht, und auch im Wehrmachtsbericht genannt. Ich kann Dir sagen, das war ein harter Angriff. ...“
27.7.1942: „... Jetz bin ich in dem sogenannten Sowjetparadies … Die Gegend ist ja trostlos verwüstet und auch sehr sumpfig. Wir wohnen an einem Bachrand und dürfen doch nicht in dem Wasser schwimmen … Aber dafür fahre ich in Kampfpausen mit einem erbeuteten Boot ein wenig auf dem Fluß. ...“

 


(c) Ingo Hugger  2009 | livre@cassiodor.com | Artikel |  RSS