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Jahr: 1942-1943
Bemerkung:
ArtikelNr. 05464
Besucher 1.777

 

E-Mail

 
Feldpost Kraftfahrer Hugo B., Ostfront. 3.11.1942 bis 23.9.1943. Demjansk, Muni

Konvolut von Feldpostschreiben aus dem Nachlass der ca. 1925 geborenen Resi O., damals wohnhaft in Langenfeld-Immigrath. Die Schreiben waren vor der Bearbeitung durch den Antiquar zu einem Päckchen zusammengeschnürt. Enthalten sind 20 Briefe, davon ca. 17 mit Umschlag. Etwas berieben, sonst guter Zustand, die Umschläge mit Marken und/oder Stempeln. Feldpostnummer 14661.
Die Briefe entstammen dem Zeitraum vom 3.11.1942 zum 23.9.1943.

Absender ist der Gefreite Hugo Bülck, der an der Ostfront als Kraftfahrer eingesetzt ist. Hugo scheint den Krieg überlebt zu haben, beim Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge ist unter seinem Namen keine Information gespeichert.

3.11.1942: „... Sie werden sicher sehr erstaunt sein, von einem unbekannten Soldaten Post zu erhalten. Ich erfuhr durch einen Zufall Ihre Adresse von einem Kameraden, der mit mir auf einem Zimmer liegt. ….“
8.1.1943: „... Ich komme von einer größeren Tour von 250 klm. Wie Sie ja schon wissen, bin ich Kraftfahrer. Ich hatte 4 Tonnen Muni geladen. Ich wäre noch im alten Jahr bei meiner neuen Kompanie gelandet, wenn der Iwan nicht so blödsinnig die Straße unter Beschuß genommen hätte. 5 mtr hinter meinem Wagen schlug ein schwerer Brocken ein, der Wagen flog nur so zur Seite, ich dachte schon, ich würde nun die Erde von oben besehen können, aber Glück muß man haben. Nun … [unles.] es von Einschlägen rechts und links neben mir. Mein Beifahrer bekam einen Splitter in die Oberlippe und verlor 4 Zähne. Alle Scheiben von meinem Wagen waren kaputt, ein paar Glassplitter bekam ich auch noch ab. Die Seitenwände von meinem Wagen waren von Splittern getroffen, die Muni war aber unverletzt. Meinen Beifahrer lieferte ich im Lazarett ab, und fuhr zu meinem Bestimmungsort, wo ich ablud. Von dem Feldwebel bekam ich noch 3 Schnäpse und Zigaretten. Dann ging es nach Hause. …. Am 8. Jan. wurden wir wieder als Infanteristen vorne eingesetzt, wo ich jetzt auch bin. ...“
26.2.1943: „... Ich war wieder als Infanterist eingesetzt, bin aber nach Erledigung dieser Sache Demjamks [sic, er meint Demjansk] wieder bei der Kompanie gelandet. ...”
19.5.1943: „... Dein Onkel Otto hat das Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern und das Kraftfahrerabzeichen bekommen, nun sieht er ganz prima aus, was glaubst du, wie er jetzt angibt. ...“

 


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