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Ägyptologe Prof. Hermann Kees: 20 s-w-Photos um 1937, Ägypten und Nil

20 s-w-Abzüge zumeist auf Agfa Lupex oder Velox, 9x12cm, in Umschlag und mit Beizettel. Etwas berieben, partiell minim fleckig, sonst gut. Die Abzüge schickte ein Prof. Dr. Hermann Kees aus Göttingen einer Helga R. in Planegg bei München. In einem Zettel (DIN A4) sind die verso numerierten Photos einzeln erklärt und lokalisiert. Ein Bild ist verso auf den 6.3.1937 datiert. Verschickt wurden die Abzüge jedoch in den frühen 1950er-Jahren. Zwar ist der Poststempel unleserlich, jedoch ist eine Steuermarke „Notopfer Berlin“ vorhanden. Letztere verwendete man von 1949 bis 1956.
Auf dem Zettel steht oben: „Mit besten Grüssen die versprochenen Bilder zur Auswahl“. Die Liste umfasst 25 Posten, jedoch sind die Nummern 3, 4, 5, 16 und 18 durchgestrichen – tatsächlich fehlen die Bilder.

Die Bildbeschreibungen (soweit lesbar):
1 Eisenbahnbrücke über den Nil, Kairo. 2 Kairo, Nilarm mit Barken. 6. Palmenwald bei Mitrahine (Memphis). 7 Schechgrab am Wüstenrand mit den Deschunpyramiden. 8 Pflügender Bauer (mit Kuhreihern) bei Hawara (Fajum). 9 Vegetationsbild aus dem Fajum: blühender Fûl (... [unles.]). 10 Mittelägyptisches Dorf auf dem Ostufer des Nils (bei Miric [?]). 11 Der Jebel Haridi (Mittelägypten, Ostufer) mit Barken. 12 Nilufer bei Luxor [verso auf dem Bild steht noch: „Luxor 6.3.1937, Lände [?] am Westufer (Im Hintergrund am andern Ufer das ... – House)“]. 13 Vegetationsbild bei Luxor. 14 Eine oberägyptische ... [unles.] mit den typischen ...häusern. 15 typische oberägyptisches Dorfbild. 17 Im Bibun al Harim (Tal der Königinnen). 19 Aswan von der Insel Elephantine. 20 Wüstenvegetation und Dünen (Obernubien). 21 Wadi Hammamat (typisches Trockental mit Wüstenvegetation: Rote Meer Route). 23 Wüstenvegetation im Wadi Hammamat (Kolognieten). 24 In der Urgesteinzone der Ostwüste (Bin Fanachin im Wadi Hammamat). 25 Crodierter Felsen in der Ostwüste (sog. Kasri el Banat am Eingang ins Wadi Hammamat).



Wikipedia schreibt zu Kees (Stand 3/2009):

Hermann Kees (* 21. Dezember 1886 in Leipzig; † 7. Februar 1964 in Göttingen) war ein bedeutender deutscher Ägyptologe und Professor an der Universität Göttingen.
Kees war der Sohn eines wohlhabenden Rittergutsbesitzers. Nach Beendigung seiner Schulzeit begann Kees an den Universitäten in Göttingen und München Ägyptologie, Archäologie und Geschichte zu studieren. Dieses Studium beendigte Kees 1911 mit seiner Dissertation Der Opfertanz des ägyptischen Königs. 1912 unternahm er seine erste Studienreise nach Ägypten.
Nach dem Ersten Weltkrieg, den er zur Gänze mitmachte, konnte sich Kees 1920 an der Universität Freiburg im Breisgau habilitieren. Sofort im Anschluss daran bekam er an der Universität Leipzig eine Anstellung als Privatdozent.
1924 betraute man Kees mit der Leitung des Lehrstuhls für Ägyptologie an der Universität Göttingen. Er lehrte in der Hauptsache altägyptische Religionsgeschichte und ihre Götterwelt.
Nach 1933 war Hermann Kees in die Wissenschaftspolitik des Nationalsozialismus verstrickt. So wurden zwei berühmte Absolventen des Göttinger Seminars, Georg Steindorff und Hans Jacob Polotsky, zur Emigration gezwungen. Kees wurde nach Kriegsende im Rahmen der Entnazifizierung seines Amtes enthoben und nach Einstufung in eine minderbelastete Kategorie im Jahre 1952 emeritiert.
In den Jahren 1951 bis 1956 hatte Kees eine fünfjährige Gastprofessur an der Ain-Schams-Universität in Kairo inne.
Im Alter von 77 Jahren starb Prof. Dr. Hermann Kees am 7. Februar 1964 in Göttingen.


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