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Jahr: um 1930
Bemerkung:
ArtikelNr. 03953
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Sublimat in Glasfläschchen mit Etikett, um 1930.

Glasfläschchen um 1930, mit originalem Etikett. Höhe ca. 10cm, Verschluss durch Korken. Etikett mit Läsuren hinten, sonst gut. Die Chemikalie wurde durch die Apotheke „Medizinaldrogerie Chiemgau“ in Prien vertrieben. Vorne mit Aufdruck „Gift“.
Laut G. Lehnert, „Liebhaber-Photographie“ (Union Deutsche Verlagsanstalten, Stuttgart um 1900), sind 0.2 Gramm tödlich für den Menschen. Vorliegendes Fläschchen wiegt mitsamt Inhalt ca. 110 Gramm.

In Wikipedia heisst es zur Chemikalie (Stand 2/2009): „Quecksilber(II)-chlorid ist ein weißes, in Wasser mäßig lösliches, sehr giftiges Salz, das bei 281 °C schmilzt. Da es beim Erhitzen leicht sublimiert, bezeichnet man es als Sublimat, so dass die Schmelze bei 302 °C kaum beobachtet werden kann.[4] Bemerkenswert ist, dass die Verbindung in wässriger Lösung nur geringfügig in Ionen dissoziiert vorliegt. In verstärktem Maße gilt das für das Quecksilber(II)-cyanid. Quecksilber(II)-chlorid ist im Vergleich zu anderen Halogeniden wie Quecksilber(II)-iodid, welche in Wasser nur im ppm-Bereich löslich sind, recht gut löslich. .... Quecksilber(II)-chlorid wirkt pilztötend, darum wurde es früher zum Beizen von Saatgut und zur Imprägnierung von Holz verwendet (Kyanisierung). Da es außerdem antiseptisch wirkt, wurde es als Desinfektionsmittel bei Wunden verwendet. In starker Verdünnung wurde es sogar als Arzneistoff eingesetzt.[5] Aufgrund seiner fixierenden Wirkung wurde es bis um 1900 als Konservierungsmittel für anatomische Präparate benutzt. Wegen seiner Giftigkeit werden heute jedoch andere Stoffe benutzt. Quecksilber(II)-chlorid ist Bestandteil von Ätzmitteln für die Stahl- und Kupferätzung, Katalysator in der Synthesechemie (z. Bsp. bei der Herstellung von Vinylchlorid) und wird auch als Depolarisator in Trockenbatterien verwendet.“ Anzufügen ist, daß man den Stoff auch im Photolabor verwendete.

 


(c) Ingo Hugger  2009 | livre@cassiodor.com | Artikel |  RSS