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strobel011.jpg

Jahr: ab 1900
Bemerkung:
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Gebäudekomplex Heimeranstrasse 42-44, später 68-70, Anglerstrasse und Heimeranplatz. Konvolut von Aktenmaterial (zumeist Plänen und Karten) und Fotos zum Strobel-Gebäudekomplex an der Heimeranstrasse. Angaben zur Baugeschichte nach 1945 macht die Festschrift 1958 auf Seite 57.

A Akten
- Bestand 1, Pläne 1901-1925. Entwässerung des Rückgebäudes und Kloset-Anschluß Heimeranstrasse 44, Neubau Heimeranstrasse 42, Dachausbau Heimeranstrasse 44,
10 lose aufklappbare und Pläne, eingelegt in Mappe „Akten des Graf von Dürckheim Montmartin’schen Forat-Revier Stengaden“. Die Pläne stammen teils von den Voreignern (Schreinermeister Joseph Feistl, ab ca. 1907 bis 1919 Immobilien-Baugesellschaft-München), teils von Strobel. Es handelt sich um handgefertigte farbige Pläne, die den staatlichen Behörden vorgelegt wurden. Format ca. 100x60cm immer mit Läsuren und stark fleckig. Verso allesamt bestempelt und beschriftet, teils genehmigt und datiert von der Lokal-Bau-Komission.
- 1901. Entwässerung, verso betitelt und bestempel von der Lokal-Bau-Commission, handsigniert von Feistl.
- 1902. Plan zum Wohnhaus-Neubau in der Anglerstrasse 4 des Herrn Heirnich Pammersberger, starke Läsuren, teils geklebt.
- 1902 / 1913. Wie vor, mit montierten Revisionen 1913, starke Läsuren, teils geklebt. Mit wohl faksimilierter Unterschrift des Bürgermeisters Dr. von Bertsch!
- 1909. Bauliche Änderungen im Rückgebäude des Anwesens Heimeranstr. 44 (2x vorhanden).
- 1910 / 1931. Tektur-Plan über Entwässerung/Closetanschluss des Rückgebäudes, verso 1931 von der Lokalbaukommission erneut bestätigt.
- 1925. Heimeranstrasse 42, Neubau Wohn- und Werkstättengebäude Fa. Strobel, ausgeführt durch Fa. Schramm und Kraus, Sonnenstr. 3, München. 3 Blatt. Blatt 1 (Grundrisse Keller, Erdgeschoss, I. Stock), 2 (Grundr. II. und II: Stock, Dachgeschoss, Schnitte) und 3 (Ansichten, Lagepläne), verso bestempelt von Stadt – Lokalbaukommission, 3 mit montierten 2 Blatt enthaltend genaue Angaben der Behörde.
- 1925. Heimeranstrasse 44, Dachausbau. Nicht ausgeführt. Plan des Architekten Friedrich Menz.

Bestand 2. Lose Pläne (Formate wie oben) in Plastikumschlag, Sommer 1927, Gesamtaufstellung, Umbau.
- Dachausbau Heimeranstr. 44, keine Stempel, gut erhalten, Doppel des Plans aus Bestand 1;
- Erdgeschossgrundriss Heimeranplatz 2, gut erhalten.
- Katasterblatt-Auszug („Auszug aus dem Messungsverzeichnisse“) des Anwesens Nr. 44, 1 eingelegtes Blatt in Kartoneinband der Stadt München, dat. 4.2.1925.
- Ensembleplan des Architekten, dat. 12.4.1927.
- Kopierte gezeichnete Vorderansicht („provisorischer Werkshallenbau der Fa. Strobel u. Söhne, Maschinenfabrik ...“) zw. Anglerstrasse 4 und 8.
- Vorentwurf zu einem Erweiterungsbau, dat. 28.5.1927, Architekt Menz, starke Läsuren, teils geklebt.
- dass. als Foto-Kopie.
- Schreiben der Stadt zum Thema, dat. 18.6.1927.
- Schreiben der Stadt, dat. 25.7.1934, daß Bauvorhaben nach Schlußbesichtigung als ordnungsmässig ausgeführt gilt.

Bestand 3, 1934. Umschlag (4°) mit Konvolut von techn. Zeichnungen der „Fensterwerk-Eisenbau Hermann Vogel, Schweinfurt“, dat. März 1934. Dazu eine maschschr. Schreiben. Es geht um Lieferung von Dachfenstern, Stahlfenstern, Abortfenstern etc.

Bestand 4, 1931. Papphefter (4°) mit gelochtem Kostenvoranschlag für Erweiterungsbau, angefertigt von Karl Stöhr, Bauunternehmung, München.
- Der KV umfasst 33 Blatt, dazu kommen etliche lose Pläne und weitere Schreiben zum Thema. Ob Stöhr den Auftrag erhielt, ist unklar.

Bestand 5 1937-1938. Schnellhefter (Betitelt „Gemeinschaftsraum, Lagerschuppen, Hofüberdachung“) mit gelochten Plänen und Schreiben, 4°. Hier geht es zumeist um einen Lagerschuppen im Hof, Heimeranstrasse 68 und 70, der von Strobel ohne vorherige Genehmigung der Stadt errichtet wurde.
- diverse Schreiben der Stadt und auch der Regierung von Oberbayern und Kopien von Schreiben Strobels zum Thema. Strobel hatte Baracken vom Reichsnährstand erworben und diese für die Gefolgschaft ohne Genehmigung der Behörden errichtet, wurde von der Stadt zur Beseitigung innert 3 Jahre aufgefordert, legte Beschwerde bei der Regierung von Oberbayern ein, was abgelehnt wurde. Ob die Baracken im Krieg dann tatsächlich entfernt wurden, bleibt unklar! Dazu diverse Pläne der Baracken.
- 2 Pläne für ein Glasdach bzw. Hofüberdachung, dat. 5/1937, einmal mit Bestätigung der Regierung, dat. 11/1937.

Bestand 6, 1941. Pappmappe mit 2 eingelegten Plänen zum „Mauer-Ausbruch mit Ladenschrank“, 4°. Dazu Pappmappe „Fensterläden Wiessee“ mit zahlreichen Plänen und Skizzen von Fensterläden (1941-1942).

Bestand 7, 1950er. Diverse Pläne, Risse und Zeichnungen zum Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg. Meist in Papierumschlag (4°).
- Zimmermann, Stahlfenster (3 Pläne von „Zimmermann Glasdach- und Stahlfensterbau GmbH, Stuttgart“, dat. 1951, hier geht es um das Treppenhaus);
- Heizungs-Pläne, Heimeranstr. 68-70 (8 Pläne des Fabrikbaus, zumeist 1948, einmal 1968, teils in späteren Kopien);
- Trafo und ehemaliger Kohlebunker (5 Pläne von 1956 und 1966);
- Tore und Türen, P. Steinau (7 Pläne von Tür und Tor, nicht wie bei Strobel, sondern als Modell für Neuanschaffung, datiert 1945-1949);
- Statische Berechnung Heimeranstr. 70, dat. 1956 4 Blatt (auf Umschlag: „Genehmigter Plan u. Statik der Fensterauswechslung H. 70, Vordergebäude, Erdgeschoss);.
- Hofüberdachung (Pläne und Schreiben, 1961);
- Statische Berechnungen für den Erweiterungsbau Heimeranstr. 68 (2 Mappen, zus. ca. 60 Seiten, dat. 1954);
- Gutachten und Reparatur über/von mangelhafte/r Stahlbetonsäule im Heizkeller Heimeranstr. 70, ca. 1963 (mehrere Schreiben und Pläne);
- Heimeranplatz 2, 1983, hier geht es um Rammkernbohrungen wg. Bodenbeschaffenheit, 2 Pläne.

Bestand 8, ab 1950. Mehrere lose Pläne und auch Skizzen. Hervorzuheben ein großer Plan des Gesamtanwesens, dat. 1956, betitelt „Vorprojekt Fotoatelier im 5. Obergeschoss“ und undat. Pläne von Fassade etc. von Architekten Eglinger / Wetterer. Dazu diverse lose Skizzen, 1950er-1960er, Tore, Überdachung etc.


Bestand 9, Kriegsschäden:
- Durchschlag eines Briefes wohl an die Stadtverwaltung München, dat. 20.5.1946: „Wir ersuchen um Genehmigung der Erstellung eines Behelfsbaues .... an der Heimeranstr. 68 .... da wir durch Luftangriffe Räume von gesamt 400qm (ein Büro ..., Maschinenlagerraum ..., weiteren Lagerraun ...) verloren haben ....“ (4°, Einrisse).

Bestand 10, Anglerstr. 5:
- Mietverträge einer Wohnung (2 Zimmer, Rückgebäude), Anglerstr. 4. Einmal vom 1.8.1917, ausgestellt von der Immobilien- und Bau-Gesellschaft München AG für Alois Attenberger und Gattin (2 Blatt, Vertrag, Haus-Ordnung/Übergabeprotokoll). Und einmal vom 1.8.1931, ausgestellt hier von den „Willenegger’schen Erben, Murten, vertr. dch. Die Fundus AG, München“ für Josef Werner und Gattin (2 Blatt, Vertrag/Hausordnung). Beide Verträge mit Nachtrag, datiert 1.10.1952 (die Witwe des Attenberger wohnte tatsächlich immer noch in der Wohnung), bzgl. Mieterhöhung, Vertrag 1 dazu mit Nachtrag bzgl. Mieterhöhung vom 16.6.1922. Zustand: Läsuren, Falzen, fleckig. Wahrscheinlich wurde das Gebäude Anglerstrasse 5 von Strobel gekauft und die beiden Mietparteien mitübernommen. Warum die Verträge erhalten sind, bleibt rätselhaft.

B Fotos vom Werk, mit und ohne Menschen. Guter Zustand, wennm nicht unten anders angegeben.

- Kriegsschäden (8 s-w-Fotos).
8 Bilder 18x24cm, teils auf Karton montiert (einmal mit angeklebtem Pergaminblatt mit graphischen Angaben, wohl wg. Druck in Festschrift 1958 – 2 der Bilder sind dort abgedruckt). Gezeigt das teils zerstörte Fabrikgelände von der Strassenseite (zumeist vom Heimeranplatz), Männer bei Aufräumarbeiten, Kran, Oskar Strobel und Mitarbeiter in US-Militärwagen, spielende Kinder im Hintergrund. Sehr beeindruckende Fotos, gemacht sicherlich im Sommer 1945.

- Wiederaufbau (ca. 19 s-w-Fotos). Die Bilder sind in verschiedenen Beständen überliefert, wohl jeweils von unterschiedlichen Photographen gemacht und in verschiedenen Formaten abgezogen.
11 Bilder Format 12x12cm, gezeigt Bauarbeiten in luftiger Höhe am wohl kriegszerstörten Anwesen Nr. 68, ein Bild Frontalansicht der beiden Fassaden (Fotos hinten leider nicht datiert, 1949-52).
4 Bilder 13x18cm, einmal Frontansicht mit nun fertiggestelltem Haus Nr. 68, 3 Bilder von Montagehalle im Hinterhof (1953/54) mit Baugerüst (einmal hinten mit Stempel „Aufn. Photo H. Danninger, Hausham Obb.“).
4 Bilder 10x7cm, einmal mit Kriegsschäden, sonst Blick in den Innenhof von oben, undatiert.

- Bauarbeiten um 1954-55 (ca. 60 Fotos), 1963 (6 Fotos)
26 Bilder 10x7cm, Bauarbeiten auf dem Dach, undatiert (wohl 1954-1955).
17 Bilder der Montagehalle, Format wie vor, wohl gemacht während der Bauarbeiten.
10 Bilder à 7x10cm, wohl vom Bau des Trafohäuschens 1957 (Pläne siehe oben) und
7 Bilder, 12x9cm, Thema wie vor, hier ist das Häuschen teils schon fertig gestellt.
4 Bilder, 12x9cm, wohl der Reparaturen im Keller 1963 und 2 Bilder Innenhof

- Werksgebäude, ca. 1955-1960.
16 Szenen à 13x17cm (in gesamt 26 Fotos, Bilder teils 2x vorhanden) des Metallgeländers im Treppenhaus des Haupthauses, Photograph wieder Danninger aus Hausham, undatiert (ca. 1955).
7 Bilder von den Torgittern der Häuser Heimeranstr. 68 und 70, ca. 1955?, unterschiedliche Formate (9x11 bis 23x30cm), 3x Fotograf Danninger.
5 Szenen à 13x17cm (in gesamt 8 Fotos) wohl der Keller des Haupthauses, Photograph Danninger (ca. 1955?). Wunderbare Bilder von alter Stechuhr (3x), Waschraum (3x), Spinde (2x).

- Luftbilder (1969)
2 Luftbilder, Format 30x24cm, Fotograf Max Prugger, hinten datiert 1969. Einmal mit Bahngelände und angeschnittener Donnersbergerbrücke, Strobelgelände unten im Bild, einmal von weiter unten fotografiert, Gebäude grösser, Strobelgelände im Zentrum (hier hat ein Grafiker professionell ins Bild gemalt und Strobelhäuser hervorgehoben, etwas fleckig). Der Trappentreutunnel ist zum Zeitpunkt der Aufnahmen noch nicht gebaut.
1 gerahmtes Luftbild des Strobel-Areals, farbig, 1985. Verso mit Aufschrift „Herrn Alfons Strobel zum 60. Geburtstag von der Belegschaft, 16. Oktober 1985“. Bild- und Rahmengrösse 55x65cm. Guter Zustand.

- Ansichten aus Graphik-Archiv, 1935 bis ca. 1960.
1 Bild, 28x11cm, Ansicht des Innenhofes, undatiert (um 1930, abgedruckt in der Festschrift 1933). Vom Graphiker per Hand verfeinert, in Kartonpassepartout, mit Pergaminschutzblatt. Vorlage für Annonce!
2 Bilder, ca. 27x24cm, vom Graphiker, um 1965?, hier gezeigt das Strobel-Ensemble, einmal ohne den Anbau zur Anglerstrasse, einmal mit. Auf Karton, beides Druckvorlagen mit handschr. Marginalien und Pergaminfolie. Unikate!
1 handgemalter Plan auf Pauspapier, 18x18cm, ca. 1950, zeigt Ausschnitt aus Stadtplan und Darstellung des Strobelensembles ohne Haus Nr. 70, Anbau zur Anglerstr. Noch in kleiner Form (nur 2geschossig), schöne farbige Handarbeit. Druckvorlage, Unikat!
1 farbige Handzeichnung von Architekt Georg Eglinger, 12x18cm, auf Pauspapier, montiert auf Blatt mit Namenszug des Eglinger. Betitelt „Richtfest Strobel, 25. Febr. 1949“. Gezeigt der Anschluss Werkshalle an neugebaute Nr. 68.
1 farbige Handzeichnung auf schwarzem Karton, 1951, gezeigt die Außenfassade des wiederaufgebauten Gebäudes mit farbigem Schriftzug „J. Strobel & Söhne, Spezial.Nähmaschinen.Fabrik“ (40x60cm, Kratzer, mittige Falz), angefertigt von „Neon Bader K.G.“, München, wohl dem Schildvorlagenhersteller, in originaler Versandhülle mit Adressaufkleber und Briefmarken, gestempelt 28.3.1951.

C Werksgebäude und Menschen (und Strobel-Auto, Tandem für 3 u.a.)
- Werkshof mit Kisten für Moskau, 1954.
4 Fotos von Kisten im Werkshof, Zielort der Kisten ist Moskau, 3x mit Personal, um 1955-1960 (verso mit Tesaresten, ein Bild mit Läsur); dazu 1 Bild (14x10cm), in Kartonpassepartout (24x18cm, fingerfleckig), abgebildet ein Arbeiter mit Nähmaschinen und Schild mit Aufschrift „Die 100. Kl. 24 nach Moskau“, auf Passepartout handschr. „17.12.1954, G. Frania“.

- Strobelauto, um 1933.
1 undatiertes s-w-Foto (14x10cm, kleiner Teilbereich von 6x3,5cm retuschiert(?) für Annonce, mit beschriftetem und mit kleinem Fenster versehenen Kartondeckel, Text „Grösste Nähmaschine der Welt, ca. 2 ½ mtr lang“). Gezeigt ist der in Annoncen und dem Kalender von 1933 abgedruckte LKW mit offener Ladefläche und dem Nähmaschinen-Arm-Aufsatz auf dem Fahrerhaus. Der Wagen hat Nähmaschinen geladen. Im Hintergrund die Hausfassade mit Schild „Kochs Adler Nähmaschinen“ und Nummernschild „Heimeran Str. 44“. Bild in toller Schärfe, wohl vom 9x12-Negativ. Abgebildet in Montage mit Bavaria in Feschrift 1933, S. 55.

- Strobelauto, um 1958.
8 undatierte Fotos à 10x8cm des 2. „Strobelautos“, einem LKW mit Nähmaschinen-Arm-Aufsatz auf dem Fahrerhaus, um 1958. Gezeigt ist der LKW im und vor dem Werksgelände. Im Gegensatz zu dem in den 1930ern verwendeten Auto hat dieses eine geschlossene Ladefläche.

- 3-Mann-Tandem des Jean Strobel, 1958
9 Fotos (5mal 18x12cm, 4mal 10x8cm), und 5 Original-Minox-Negative in Original-Negativ-Schieber und Original-Minox-Umschlag; Bilder hinten datiert 1958, in betiteltem Strobel-Umschlag. Gezeigt sind 5 Motive: Die Herren Klingensteiner, Duroe und Wanninger auf einem Tandem für 3 Fahrer. 3 Motive zeigen die stehenden Strobel-Mitarbeiter mit Tandemim Hof des Werks, 2 Bilder bei der Fahrt (einmal Heimeranstrasse vor Ladengeschäftstor, einmal beim Einbiegen wohl in die Anglerstrasse, auf den Strassen liegt Schnee). Das gezeigte Fahrrad ist eine Konstruktion von Jean Strobel und wurde später dem Deutschen Museum geschenkt.

- Arbeiter an Maschinen, 1933
1 Karton-Bildtafel mit Pergamin-Schutzblatt, Druckvorlage für Festschrift 1933, 35x35cm. Montiert sind 12 Fotos à 10x7cm, gezeigt Arbeiter an Maschinen, an Werkzeugkasten, vor Materiallager, Alfons Strobel vor Nähmaschinenlager, 1933 (wohl am 9. März). Alfons ist gesamt auf 3 Fotos zu erkennen, Oskar auf 2. In der Festschrift lauten die Beschriftungen: Vormontage, Fertigmontage, Dreherei I, Dreherei II, Fräsen der Maschinengehäuse, Schleiferei, Planschleifen, Bohrwerk, Wellenschleifmaschine, Teil-Magazin, Reparatur-Werkstätte für Nähmaschinen, Strickmaschinen usw., Dreherei III, Prüfstand.

- Angestellte in Büros, 1933
1 Karton-Bildtafel mit Pergamin-Schutzblatt, Druckvorlage für Festschrift 1933. 35x35cm. Montiert sind 8 Fotos à 10x7cm, gezeigt Angestellte in Büroräumen, vor Zeichentisch, vor Landkarte, 9.3.1933. Alfons und Oskar sind auf je einem Foto zu erkennen. Die Beschriftung in der Festschrift lautet: Technische Büros, kaufmänische Büros.

- Arbeiter in Einnäherei, 1933
1 Karton-Bildtafel mit Pergamin-Schutzblatt, Druckvorlage für Festschrift 1933. 35x10cm. Montiert sind 3 (retuschierte) Fotos à 10x7cm, gezeigt Arbeiter an Nähmaschinen. 1933 (wohl 9.3.). Die Beschriftung in der Festschrift lautet: Einnäherei, in der die Maschinen versandfertig gemacht werden.

- Oskar Strobel im Vorführungsraum in der Fabrik, 1933
1 Karton-Bildtafel mit Pergamin-Schutzblatt, Druckvorlage für Festschrift 1933. 20x10cm. Montiert sind 2 Fotos à 10x7cm, gezeigt Oskar im Vorführraum, 1933 (wohl 9.3.). Die Beschriftung in der Festschrift lautet: Vorführungsraum in der Fabrik.

- Maschinenraum mit Gedenktafel, um 1930
3 Fotos à 10x7cm, 2 Motive (1 Bild mit Rostspur von Büroklamer). Gezeigt ein Maschinenraum im Werk, vorne Blumensträusse und Gedenktafel für Albert Moritz, „der in seinen geliebten Bergen den Tod fand“, ca. 1930.

- Arbeiter mit Maschinen, um 1955.
3 Fotos von Arbeitern im Werk (2 mal 12x18cm, 1 mal 18x24cm), 2x Photograph Danninger, Hausham. Allesamt undatiert (einmal mit Eckausriss und Tesa hinten).


Das Konvolut stammt aus dem Firmenarchiv des Nähmaschinenherstellers Strobel und Söhne, München. Das Traditionsunternehmen wurde um 2005 stark verkleinert. Im Zuge dieser Minimierung wurde das geräumige Firmenareal in Puchheim bei München (Benzstr. 11) aufgelöst. Teile des Archivs konnten vor der Vernichtung gerettet werden – und werden nun hier zum Kauf angeboten. Die betreffenden Archivalien entstammen bis auf wenige Ausnahmen dem Zeitraum bis ca. 1950.
Kurz zur Firmengeschichte: Johannes Strobel aus Hefigkofen bei Tettnang (Württemberg) trat 1875 beim Münchner Nähmaschinenfabrikanten “Simmerlein & Willareth“ ein. 1883 übernahm Johannes, der sich mittlerweile Jean nannte, den Betrieb, der dann „J. Strobel“ hieß. Später kam es zu Umbenennungen: Ab 1914 (Jeans Todesjahr) „J. Strobel & Sohn“, ab 1919 „J. Strobel & Söhne“, ab 1930 „J. Strobel & Söhne Spezial-Nähmaschinen-Fabrik GmbH“. Bis in die frühen 1920er-Jahre hinein wurde der Umsatz des Unternehmens primär durch den Weiterverkauf von Nähmaschinen anderer Hersteller (z.B. Pfaff, Adler) erwirtschaftet, dazu fertigte man Fahhräder und reparierte Maschinen aller Art. Ab ca. 1922 gelang es Strobel, anfangs primär dank der Tätigkeiten des 1919 wieder ins Werk eingetretenen Alfons Strobel (sen.), sich als Hersteller von Spezialnähmaschinen auf dem europäischen Markt zu etablieren. Die Firma war anfangs ansässig in der Brienner Strasse 30-32 (Simmerlein & Willareth), später in der Landwehrstrasse 18 (ca. 1884, Beginn des Baus von Fahrrädern), dann der Erzgießereistrasse 7 (hier genannt „Münchener Velociped-Fabrik J. Strobel“). Ab 1926 fertigte man in der Heimeranstrasse 44 (Kauf Ende 1919) bzw. 42 bzw. Heimeranplatz 2. In den 1980ern zog das Unternehmen dann nach Puchheim um. Ladengeschäfte bestanden in der Dachauer Strasse 14 (erstes „Geschäftslokal“, ab 1883), dann der Dachauer Strasse 26 oder 28 (Ladengeschäft ab 1893), dann der Bayerstrasse 85 (Ladengeschäft ab 1.4.1928, im Zweiten Weltkrieg vollkommen ausgebrannt).

 


(c) Ingo Hugger  2009 | livre@cassiodor.com | Artikel |  RSS