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Jahr: verkauft
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Als Buch aufwändig gebundene Ehrenbürgerurkunde des Hutschenreuther-Direktors Hugo Auvera, Hohenburg a.d.Eger 1912.

Die Urkunde wurde 1912 äußerst kunstvoll vom Buchbinder gebunden. Kunstledereinband mit geprägten Verzierungen, gr.4° (ca. 32x42cm). Der Text wurde von Hand geschrieben, die Verzierungen und Abbildungen (2 Stadtszenen und die Fabrik Hutschenreuther) sind ebenfalls in Handarbeit entstanden. Das Textblatt ist von einem erhabenen Papp-Passepartout eingefasst, welches von der Seite betrachtet den Anschein von Buchseiten erweckt. Das Passerpartout dann am hinteren Einbanddeckel montiert. Dazu noch der originale in leinwandbezogenem Karton gearbeitete und innen mit Stoff versehene Aufbewahrungskasten, innen mit Aufkleber des Herstellers von Kasten und Urkunde: „Hermann Münch, Portefeuillefabrikant u. Buchbindermeiser für kunstgewerbliche Arbeiten, Nürnberg Obere Wörthstrasse 21“. Zustand: Kasten berieben, an 2 Ecken hat sich die oberste Leinwandschicht leicht gelöst, Einband der Urkunde leicht beriebensonst schön, „Schnitt“ mit minimalem Fingerfleck, sonst schön.
Hugo Auvera, geboren 1857 in Würzburg, war Direktor beim Porzellanfabrikanten Hutschreuther. Schon 1860 hatte sein Vater Philipp Auvera, als Gatte einer Tochter der Hutschenreutherin, einen Direktorenposten im Betrieb übernehmen dürfen. Hugo trat in seines Vaters Fußstapfen und war einer der Verantwortlichen beim Umbau der Firma in eine Aktiengesellschaft. Mindestens bis 1918 arbeitete Hugo Auvera in Hohenburg beim Porzellanfabrikanten, er scheint damals ein sehr wichtiger – wenn nicht der wichtigste Mann - dort gewesen zu sein.

Der Text der Urkunde lautet: „Herrn königlichen Kommerzienrat Fabrikdirektor Hugo Auvera, Ehrenbürger des Marktes Hohenburg a. Eger. Euer Hochwohlgeboren! Eine lange Reihe von Jahren durfte sich unser Markt Ihres Rates und Ihrer Anteilnahme an der Leitung erfreuen. In dankbarer Anerkennung Ihrer Verdienste haben daher die Vertreter der Bürgerschaft durch einstimmigen Beschluß vom 19. März 1912 Ihnen die höchsten Ehren, das Ehrenbürgerrecht des Marktes Hohenburg a. Eger verliehen. An diesem Jubeltage ist es uns, den Mitgliedern der beiden Kollegien, tiefempfundenes Bedürfnis, mit der Versicherung nie erlöschender Dankbarkeit unsere herzlichsten Glückwünsche in der zuversichtlichsten Hoffnung auszusprechen, daß unser Markt noch recht lange die Freude haben möge, seinen eisntigen Kollegiumsvorstand in alter Frische zu seinen Jubelbürgern zählen zu dürfen. In dankbarer Verehrung, Der Magistrat [darunter Signatur, wohl „Jöckel“] / Die Gemeindebevollmächtigten [darunter Signatur „F.T. Schletz“]. Hohenburg a. E., 19. März 1912“.

 


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